longing
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das letzte Projekt, das ich vor dem Lockdown im November 2020 realisieren konnte, war eine audiovisuelle, interaktive Installation. Sie wurde im Kunstraum34 in Stuttgart gezeigt und war das Ergebnis eines Langzeitprojekts, das ich mit der Kolumbianischen Künstlerin Johana Gómez durchgeführt habe. Mit der Fragestellung, wie sich zwischenmenschliche Beziehungen, die ausschließlich über die Interfaces digitaler Kommunikation geführt werden, entwickeln (können) beobachteten und dokumentierten Johana (die in Peking lebt) und ich (Amsterdam/Köln) im Zeitraum zwischen Juli 2019 und Oktober 2020 unser Verhältnis zueinander. Die Installation bestand aus zwei Räumen mit Objekten, Soundscapes und Videoprojektionen. Beide Räume waren mit Sensoren ausgestattet, welche die Positionen der Besucher:innen erfassten. Je nach Position und Verhalten der Besucher:innen in Raum 1 wurden dann Elemente in Klang und Projektionen in Raum 2 verändert und umgekehrt. So entstand ein Feedbackloop zwischen Besucher:in und Werk (Aktion des/der Besucher:in triggert Reaktion im Raum, was wiederum zu einer Reaktion des/der Besucher:in führt usw.). Hier entsteht die Kunst erst dadurch,, dass das Publikum mit dem Objekt und letztendlich auch durch das Objekt mit den Künstler:innen in einen Dialog tritt.
Konzept und Durchführung | Johana Gomez und Lorenz Rommelspacher
Ausstattung | Johana Gomez
Sound und Projektion | Lorenz Rommelspacher
Programmierung | Hannes Brugger
Oktober 2021, Kunstraum 34, Stuttgart
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Stuttgart und Kunstraum 34, Stuttgart